Die Heidenkirche auf dem Halberg |
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Beschreibung: Die Flanke des Halbergs verbirgt ein religionsgeschichtliches Denkmal ersten Randes . Im Volksmund trägt die Höhle den Namen Heidenkapelle. Der Mithraskult war ein heidnischen geheimer Männerbund. Seine Blüte erlebte er im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. und zwar unter den römischen Legionären und Händlern, die ihn aus dem fernen Asien mit nach Gallien brachten. In früher Zeit bestand auch ein Orakelgang, der wohl zur Verkündung von Orakelsprüchen diente. Der Legende nach liessen sich hier an der Wende vom 6. zum 7. Jahrhundert zwei Metzer Bischhöfe nieder und missionierten von hier aus die Heiden. Somit handelt es sich wahrscheinlich um die älteste christliche Kultstätte des Saarlandes. Im 15. Jahrhundert wurde die Höhle als christliche Wallfahrtsstätte hergerichtet. Sie wurde 1772 vom Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken wiederentdeckt. In direkter Nähe befindet sich das Schloss Halberg.
Der persische Lichtgott Mithras war Mittelpunkt eines mystischen Kults, der seit der Arsakidenherrschaft im Iran (247 v. Chr.) mehr und mehr auf Mesopotamien, und von dort auf das Römerreich übergriff. Römische Legionen, die von Mesopotamien nach Gallien verlegt wurden, brachten den neuen Kult, Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr., auch in unsere Region. Diese heidnische Religion war für das frühe Christentum das Feindbild schlechthin.
Öffnungszeiten: Das Heiligtum ist zu jeder Zeit frei zugängig.
Anfahrt:
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